Auf den Hund gekommen

Seit ich 6 Jahre alt bin wollte ich einen eigenen Hund haben. Für mich waren Hunde immer ein Teil meines Lebens, meine Oma und mein Opa hatten welche und meiner Mutter sind sie buchstäblich zugelaufen. Die Namen der Hunde ,die wir gerade hatten schallten öfters durchs Haus als mein eigener. Im Kühlschrank gab es immer ein extra Fach mit Fleisch für die Hunde u.s.w.

Ich durfte natürlich auch meine eigenen Tiere haben und so war für mich ein Leben ohne Tiere eigentlich undenkbar.

Dann habe ich Kinder bekommen und geheiratet und eine Weile gab es keine Tiere mehr in unserem Haushalt. Die Kinder wurden größer und wünschten sich Kaninchen, die sie auch bekamen und die sich ihrer Art entsprechend auch vermehrten. Dank dem Tierarzt sind die zu einer überschaubaren Population von 3 kastrierten Männchen und einem Weibchen geworden.

Aber immer noch stand der Wunsch nach einem eigenen Hund im Raum. Ich wollte einen haben den keiner mehr haben will, der auf dem normalen „Tiermarkt“ keine Chancen mehr hat, aber einen netten Charakter besitzt, zu meiner Familie und dem bereits vorhandenen Hund meiner Mutter passt.

Immer wieder sah ich mir mit meiner Mutter „Tiere suchen ein Zuhause“ an und stöberte auf den diversen Internetseiten. Im Dezember letzten Jahres tauchte dann im Fernsehen „mein Hund“ auf. Ich bewarb mich bei dem entsprechenden Tierheim, aber der Hund war nicht mehr zu vermitteln.

Nun stand die Rasse für mich fest- es sollte ein Shiba-Inu sein. Ein japanischer Zwergspitz, der mit den Huskys verwandt ist und ebenso eigenständig denkt und handelt wie unser Akbas.

Im Mai wurde ich Mitglied in einem Hunde-Forum, um mehr Informationen zu bekommen und seit letzten Wochenende sind der Bär und ich frohe Besitzer einer neunjährigen Shiba-Inu Dame.

Es ist zu heiß um lange zu schreiben und das RC muss ein bisschen unter meiner Abwesenheit leiden.

Ich bin aber eindeutig keine „Hundemama“, sondern immer noch ein normal denkender Mensch.

Wobei???  *kopfkratz*

Manchmal momentan auch nicht…

Ihr mögt mir verzeihen, aber ich bin auf den Hund gekommen.

Published in: on 9. September 2010 at 13:34  Kommentare (8)  

8 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das freut mich für Dich (Euch? ;-) )! Dann hast Du jetzt wohl ein Stück mehr von Deinem Glück, dass sich aus dem “prallen Leben” definiert? :-)

    Wir/ich hatte auch “viel” Kontakt zu Haustieren Hund, Pferd, Katze, Maus ähm Nein Vogel. Und jetzt auch Kaninchen, leider, hätte ich doch vorher mehr Einfluss genommen … :-) Ich mag sie (und behaupte sogar, sie etwas zu verstehen ;-) ), aber ich kann auch gut ohne sie. Notfalls gibts ja auch noch Kuscheltiere. ;-) Ich weiß schon, woran Ihr jetzt wieder denkt! ;-)

    Einen schönen Hund habt Ihr ausgesucht. :-) Eine tolle Sommerzeit!

  2. Oh Smilla, sie könnte mir auch gefallen.
    Viel Glück und Freude mit ihr!

  3. Warum kauft man sich eigentlich einen Welpen?

    Ich gebe zu, dass mir diese Frage in der letzten Zeit oft in den Sinn gekommen ist, je mehr ich über die Sorgen und Nöte von Erst-Hund-Besitzern gelesen habe.

    Fifi hat den Lieblingsschuh zerkaut, Angi will nicht an der Leine laufen, Momo beißt plötzlich andere Hunde u.s.w. Probleme, die sich teilweise so anhören wie die Horrorszenarien in irgendwelchen Hundefilmen. Muss man sich das wirklich antun? Macht das Spaß?
    Welpen mögen ein nettes Aussehen haben, aber so hin und wieder scheint es so als hätten alle von ihnen einen kleinen Teufel verschluckt, der nur darauf wartet raus gelassen zu werden.

    Hat man mit den eigenen Kindern nicht schon genug Erziehungsarbeit geleistet, oder soll der Hundewelpe eine Vorbereitung auf die eigenen Kinder sein- so nach dem Motto „Schaffe ich es einen Welpen zu erziehen, dann klappt es auch mit einem eigenen Kind“?

    Hundebesitzer sind schon komisch, aber sich bewusst einen Welpen zu kaufen ist das nicht krank?

  4. beinahe bösartig: weil es einem langweilig ist?
    distanziert/wissenschaftlich: weil sie als “interaktives” Spielzeug eines der interessantesten Spielzeuge sind?
    küchenpsychologisch: weil man unbedingte und unkomplizierte Liebe erhofft?

    Weil es trotz zwischenzeitlichem Frust ein schönes gemeinsames Projekt sein kann?

  5. Eigentlich ist mein persönlicher Bedarf an Haustieren gedeckt. Wenn Haustiere ins Haus kommen, dann weil ich glaube, dass es auch Lerneffekte hat, solche Verantwortung zu übernehmen. Und damit auch eine gute Bindung zu Stande kommt, sind Welpen sicherlich nicht hinderlich.

  6. Lerneffekte für die Kinder. Etwas anderes ist es, wenn bereits Tiere und Erfahrungen ausreichend “vorliegen”, aber unter den Café-Besuchern sind ja eben auch echte Tierliebhaber! Und auch für die sind Welpen natürlich sooo süß, dass man dabei eben alles Andere vergisst.

  7. von excuse-me
    Zunächst, ich mag Hunde sehr und ich weiß natürlich das es wichtig ist, Hunde (Welpen) so zu erziehen, dass sie zu keiner Gefahr für andere werden und damit ein Zusammenleben klappt. Sie sind auf Gedeih und Verderb dem Wohl und Wehe ihres Besitzers ausgeliefert. Katzen würden z.B. wohl eher abhauen, als sich eine schlechte Behandlung gefallen zu lassen. ;-)

    Irgendwie missfällt es mir jedoch, wenn ein anderes Lebewesen mir unterwürfig “gehorchen” muss/soll und “berechnend” “auf lieb macht”, um meine Zuneigung oder Leckerli’s zu bekommen.

    Als meine Kinder unbedingt ein Tier wollten, am liebsten einen Hund, habe wir Bücher über Katzen, ihre Art und Haltung gelesen. Gott-sei-Dank war das für sie ne Alternative.
    So mussten sie u.a. lernen, dass eine Katze nur gestreichelt oder auf den Arm genommen werden kann, wenn SIE es möchte. Sie zeigt das ja sehr deutlich durch fauchen oder kratzen, wenn sie es nicht will.

    Eine Katze unterwirft sich nicht und selbst wenn sie sich tagsüber an ein paar ausgehandelte “Spielregeln” hält – nachts macht sie, was sie will!
    In der Küche waren Tisch, Arbeitsplatten – also alles oberhalb des Fußbodens mit “nein” belegt, was tagsüber hervorragend klappte. Doch mein sauber poliertes Cerankochfeld zeigte mir morgens manchmal eindeutig, hier hatten in der Nacht kleine Katzenpfoten ihre Spuren hinterlassen! :D

    Katzen kannst Du nicht besitzen und sie lassen sich nichts befehlen – das find ich gut!
    Man muss sich in einer Art WG mit ihnen zusammenraufen – und das geht nur, wenn Katze und Mensch sich freiwillig gegenseitig in ihrer jeweiligen Art respektieren und achten.

    Smilla, Du kannst das hier ja evtl. verschieben, oder? :D … LG und drück Dich!

  8. “Katzen kannst Du nicht besitzen und sie lassen sich nichts befehlen – das find ich gut!”

    Deswegen haben wir einen Shiba-Inu, die sind fast wie Katzen :-D .


Kommentar verfassen

Please log in using one of these methods to post your comment:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.